Zukunft der 4-jährigen Berufslehre

Verpackungstechnologe / -login
mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)


Der VLI befürwortet die Tätigkeiten rund um die Totalrevision des neuen Berufsbilds "Verpackungstechnologe/-login EFZ".

 

Stand Dezember 2020
Für das weitere Vorgehen wurde mit dem KAV folgende Planung vereinbart:

  • Ämterkonsultation/Sprachprüfung: 30.11.2020 bis 18.12.2020
  • Änderungsanträge aus der Ämterkonsultation sowie die Resultate aus der Sprachprüfung F und I werden vor Weihnachten geprüft
  • In der Woche zwischen dem 18. und 22.01.2021 sollte eine Bereinigungssitzung mit der B&Q stattfinden
  • Anschliessend Überarbeitung der Dokumente in allen Sprachen und Nachübersetzungen
  • Bis am 15.02.2021 Einreichen des Ticketantrages mit BiVo, BiPla und IAK
  • Nationale Anhörung vom 01.03.2021 bis 30.04.2021
  • Mai bis Anfang Juni 2021 Sichtung der Eingänge, Bereinigungssitzung mit B&Q, anschliessend Überarbeitung der Dokumente in allen Sprachen und Nachübersetzungen
  • KAV-Circuit vom 28.06.2021 bis 23.07.2021
  • Erlass/Unterschrift 09.08.2021
  • Inkraftsetzung auf 01.01.2022


 


Wesentlichste Änderungen:

  • Der Bildungsplan ist neu nicht mehr nach Fächern sondern nach Tätigkeiten (Handlungskompetenzen) strukturiert.
  • Der Berufsschulunterricht (Lektionentafel), die überbetrieblichen Kurse sowie das QV orientieren sich an diesen Handlungskompetenzen (siehe Bildungsverordnung).
  • Das Tätigkeitsprofil besteht aus insgesamt vier Handlungskompetenzbereichen.
  • Die Ausbildungsziele in der Berufsfachschule und im ÜK zeigen auf, was in Bezug auf die einzelnen Tätigkeiten (Handlungskompetenzen) an Wissen und Können vermittelt werden muss.


Die Lehrdauer bleibt bei 4 Jahren.

Neu kommen Inhalte aus der Abpackenden Industrie dazu. Die Bereiche Verpackungs- und Abpackenden Industrie sollen zusammenwachsen und den Beruf attraktiver gestalten.

Inhaltlich neu sind im Bildungsplan die Handlungskompetenzen (HKB)

  • «Beraten und Planen von einfachen Projekten»
    (HKB a / Seiten 14-20)
  • «Entwickeln von Packmitteln»
    (HKB b / Seiten 21-27)
  • «Entwickeln von Packungen»
    (HKB c / Seiten 28-34)
  • «Produzieren von Packmitteln und Packungen»
    (HKB d / Seiten 35-43)


Die ÜK-Kurstage werden aufgrund der genannten neuen Themen um 8 Tage auf 16 Tage erhöht und werden neu benotet.

Neu ist ein obligatorisches Praktikum von 3 Monaten vorgesehen. Mit dem Praktikum (angedachtes Modell Lehrbetriebsverbund) soll sichergestellt werden, dass die Lernenden über alle vier Handlungskompetenzen (HKB) ausgebildet werden.

Das Qualifikationsverfahren wird neu strukturiert. Es wird eine IPA (Individuelle praktische Arbeit) durchgeführt. Die schriftliche BK-Prüfung entfällt. Sie wird projektbezogen in die praktische Arbeit integriert. Das Fachgespräch ist Teil der IPA. Es werden Fragen im Zusammenhang zum ausgeführten Auftrag und zu Berufskenntnissen gestellt. (siehe Bildungsverordnung Seiten 8 und 9).

Durch das Entfallen der BK-Prüfung erhalten die ERFA-Noten in der Berufsschule zusammen mit den ÜK-Noten zusätzlich mehr Gewicht (siehe Bildungsverordnung Seite 8 und 9).

 

 


 

 

Kontaktperson
 
Bernhard Büchler
Geschäftsführer IGB
(VLI-Mitglied)